Quellen und Archive
Wo Unterlagen zur Firmengeschichte liegen: eigene Akten, Wirtschaftsarchive, Kammerbestände und Festschriften.
Zum RatgeberRatgeber für Unternehmensgeschichte
Die Geschichte eines Unternehmens ist ein Wert, der leicht verloren geht und sich nach Jahrzehnten nur mühsam wiederherstellen lässt. Dieser unabhängige Ratgeber zeigt, wie sich Firmengeschichte erschließen, aufschreiben und präsentieren lässt, besonders im Vorfeld eines runden Jubiläums. Er bietet weder Dienstleistungen noch Beratung im Einzelfall, sondern Wissen zum selbstständigen Weiterarbeiten.

Der Ratgeber behandelt vier Themen, die aufeinander aufbauen. Das erste widmet sich den Quellen und damit den Archiven. Das Rheinisch-Westfälische Wirtschaftsarchiv in Köln wurde 1906 gegründet und gilt nach eigener Aussage als ältestes regionales Wirtschaftsarchiv. Wirtschaftliche Unterlagen gelten somit seit über einem Jahrhundert als bewahrenswert. Ein eigenes Firmenarchiv lässt sich nach einem ähnlichen Prinzip aufbauen.
Wo Unterlagen zur Firmengeschichte liegen: eigene Akten, Wirtschaftsarchive, Kammerbestände und Festschriften.
Zum RatgeberWelche Fristen das HGB nennt, wann sie beginnen und was für personenbezogene Daten im Firmenarchiv gilt.
Zum RatgeberVom belegten Gründungsdatum über die Bausteine der Feier bis zur Klärung der Rechte vor dem Druck.
Zum RatgeberZeitleiste und Kapitel, Gespräche mit Zeitzeugen und gut beschriebene Fotos als belegbare Quellen.
Zum RatgeberBeim zweiten Thema geht es um die Aufbewahrung: Wie lange müssen Unterlagen aufbewahrt werden und welche Anforderungen stellt der Datenschutz? Das dritte widmet sich der Planung eines Jubiläums. Runde Jubiläen feiern Unternehmen üblicherweise nach 25, 50 oder 100 Jahren. Das vierte erläutert den Aufbau einer Firmenchronik und den Weg vom gesammelten Material zur zusammenhängenden Erzählung.
Am schlechtesten dokumentiert sind meist Entscheidungen, Menschen und der gelebte Alltag. Verträge und Bilanzen bleiben in Ordnern erhalten. Warum jedoch etwas beschlossen wurde und wer dahinterstand, wissen oft nur Mitarbeitende. Deshalb lohnt es sich, früh zu klären, wer sich an die Anfänge erinnert und welche Entscheidungen festgehalten werden sollten, bevor diese Menschen das Unternehmen verlassen.
Ebenso wichtig ist die Reihenfolge: erst sammeln und beschreiben, was vorhanden ist, dann schreiben. Wer umgekehrt vorgeht, muss mit Lücken und Vermutungen arbeiten. Ein solcher Text hält der Prüfung durch Leser, die den Betrieb von innen kennen, nicht stand.

Eine gut dokumentierte Geschichte hilft nicht nur beim Jubiläum. Neue Mitarbeitende verstehen schneller, woher heutige Regeln stammen. Bei einer Nachfolge bleibt Wissen im Haus, statt mit den scheidenden Inhabern zu verschwinden. Im Gespräch mit Geschäftspartnern schafft eine belegbare Erzählung zudem mehr Vertrauen als allgemeine Schlagworte.
Diese Seiten stehen außerhalb des Themas und werden hier als weiterführende Adressen genannt.
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